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Was Sie außer der Webseite noch brauchen

Zwei Dinge, die viele überraschen — obwohl sie ganz einfach sind. Hier stehen sie ohne Fachwörter erklärt. Zehn Minuten Lesezeit, danach wissen Sie Bescheid.

Der Vergleich, der alles erklärt

Stellen Sie sich vor, Sie eröffnen ein Ladengeschäft. Dafür brauchen Sie drei Dinge:

  1. Die Einrichtung — Möbel, Farbe an der Wand, Theke, Licht. Das, was die Kunden sehen und was Ihren Laden ausmacht.
  2. Den Raum — irgendwo muss die Einrichtung ja stehen. Dafür zahlen Sie Miete.
  3. Die Adresse — damit die Leute Sie finden. „Musterstraße 12“ steht am Haus und im Stadtplan.

Im Internet ist es genau dasselbe. Nur heißen die drei Dinge anders:

Die Einrichtung ist Ihre Webseite. Die baue ich.

Der Raum heißt Hosting oder Webspace. Den mieten Sie.

Die Adresse heißt Domain. Die mieten Sie auch.

Das ist im Grunde schon alles. Der Rest dieser Seite erklärt die beiden Mietsachen etwas genauer — und was sie kosten.

1. Die Internetadresse (Domain)

Das ist der Name, den Ihre Kunden in den Browser eintippen. Zum Beispiel trattoria-bellavita.de oder schnittwerk-hannover.de.

Diesen Namen können Sie nicht kaufen, sondern nur mieten — ähnlich wie ein Kfz-Kennzeichen. Solange Sie zahlen, gehört er Ihnen und niemand sonst darf ihn verwenden. Hören Sie auf zu zahlen, wird er wieder frei.

Was kostet das?

Eine Adresse, die auf .de endet, kostet üblicherweise etwa 1 bis 2 € im Monat. Oft ist sie in einem Paket schon enthalten.

Worauf Sie achten sollten

  • Kurz und sprechbar. Wenn Sie den Namen am Telefon buchstabieren müssen, ist er zu kompliziert.
  • Möglichst ohne Bindestriche — außer der Name wird sonst unleserlich.
  • Endung .de ist für einen Betrieb in Deutschland immer die beste Wahl. Menschen tippen sie automatisch.
  • Der Name sollte zu Ihrem Betrieb passen, nicht zu einem einzelnen Angebot. Betriebe ändern ihr Angebot, den Namen behalten sie.

2. Der Speicherplatz (Hosting)

Ihre Webseite besteht aus Dateien — Texte, Bilder, ein bisschen Technik. Diese Dateien müssen auf einem Rechner liegen, der Tag und Nacht läuft und mit dem Internet verbunden ist. So einen Rechner nennt man Server, und einen Platz darauf mieten Sie.

Das ist der „Raum“ aus dem Vergleich oben. Sie müssen sich um diesen Rechner nicht kümmern — der Anbieter tut das.

Was kostet das?

Für eine Webseite, wie ich sie baue, reicht das kleinste Paket vollkommen aus: etwa 3 bis 8 € im Monat. Meist ist die Internetadresse aus Punkt 1 dort schon enthalten.

Worauf Sie achten sollten

  • Ein deutscher Anbieter ist beim Datenschutz die einfachere Wahl.
  • Achten Sie darauf, dass SSL oder HTTPS enthalten ist. Das ist die Verschlüsselung, wegen der im Browser ein kleines Schloss erscheint. Ohne sie warnen manche Browser die Besucher — heute ist das bei allen gängigen Paketen dabei.
  • Ein E-Mail-Postfach ist fast immer inklusive. Damit können Sie eine Adresse wie info@ihr-betrieb.de nutzen statt einer bei einem kostenlosen Anbieter. Das wirkt bei Kunden deutlich seriöser.
  • Bindende Laufzeiten von mehr als zwölf Monaten brauchen Sie nicht einzugehen.

Zusammengerechnet

Beides zusammen liegt bei den meisten Anbietern zwischen 5 und 10 € im Monat — also ungefähr so viel wie zwei Tassen Kaffee. Das ist die einzige laufende Ausgabe, die Ihre Webseite verursacht.

Die Rechnung dafür kommt vom Anbieter direkt zu Ihnen, nicht über mich. Das ist Absicht, und zwar zu Ihrem Vorteil.

Warum die Verträge auf Ihren Namen laufen sollten

Es wäre für Sie bequemer, wenn ich das alles auf meinen Namen buche. Ich rate trotzdem davon ab, und zwar aus einem einzigen Grund:

Wem die Adresse gehört, der hat Ihre Webseite in der Hand. Wenn wir irgendwann nicht mehr zusammenarbeiten — weil Sie jemand anderen möchten oder weil ich krank werde — dann wechseln Sie einfach den Dienstleister. Ihre Adresse, Ihre Dateien, Ihre E-Mail-Adressen. Sie müssen niemanden um Erlaubnis fragen.

Es gibt Anbieter, die das anders handhaben. Wenn Ihnen jemand ein Rundum-sorglos-Paket anbietet, bei dem die Adresse auf ihn läuft, fragen Sie bitte nach, was passiert, wenn Sie kündigen möchten. Die Antwort ist aufschlussreich.

Wie es praktisch abläuft

Sie haben zwei Möglichkeiten. Beide sind in Ordnung — es kommt nur darauf an, wie viel Sie selbst machen möchten.

Möglichkeit A: Sie richten es selbst ein

  1. Sie suchen sich einen Anbieter aus und buchen ein kleines Paket. Ich nenne Ihnen gern zwei, drei, die ich kenne.
  2. Sie bekommen von mir alle Dateien Ihrer Webseite und eine bebilderte Anleitung.
  3. Sie laden die Dateien hoch. Das dauert etwa eine halbe Stunde und funktioniert wie das Kopieren von Dateien auf einen USB-Stick.
  4. Fertig. Wenn etwas klemmt, schauen wir es uns gemeinsam an.

Möglichkeit B: Ich übernehme das

  1. Sie buchen das Paket weiterhin selbst — damit alles auf Ihren Namen läuft.
  2. Sie geben mir vorübergehend die Zugangsdaten.
  3. Ich richte alles ein, lade die Seite hoch und prüfe, dass sie überall richtig aussieht.
  4. Danach ändern Sie das Passwort. Ich brauche es nicht dauerhaft.

Möglichkeit B ist eine Zusatzleistung, die wir vorher besprechen. Sagen Sie einfach Bescheid, wenn Sie das lieber abgeben möchten.

Was passiert, wenn Sie schon eine Webseite haben?

Dann haben Sie Adresse und Speicherplatz bereits — beides läuft weiter, nur der Inhalt wird ausgetauscht. Sie behalten Ihre gewohnte Internetadresse, und Ihre Kunden merken davon nichts außer, dass die Seite plötzlich besser aussieht.

Vier Fragen, die oft kommen

Muss ich mich um technische Wartung kümmern?

Nein. Ich baue Ihre Seite ohne die üblichen Baukastensysteme, die ständig aktualisiert werden müssen. Es gibt nichts, das regelmäßig gepflegt werden muss, damit es nicht kaputtgeht.

Was ist, wenn ich die Seite später ändern will?

Schreiben Sie mir. Kleine Änderungen wie Öffnungszeiten oder ein neues Foto sind schnell gemacht. Wenn Sie regelmäßig selbst etwas ändern möchten, richte ich Ihnen das auf Wunsch ein.

Kann ich später umziehen?

Ja, jederzeit. Weil Adresse und Speicherplatz auf Ihren Namen laufen und Sie alle Dateien besitzen, sind Sie an niemanden gebunden — auch nicht an mich.

Und wenn ich das alles nicht verstehe?

Dann rufen Sie mich an oder schreiben mir. Sie müssen das nicht verstehen, um eine gute Webseite zu haben — Sie müssen nur wissen, wofür Sie Geld ausgeben. Genau dafür ist diese Seite da.

Noch etwas unklar?

Fragen Sie einfach. Es gibt bei diesem Thema keine dummen Fragen — nur Anbieter, die es absichtlich kompliziert erklären.

Die genannten Preise sind Erfahrungswerte gängiger Anbieter, Stand Juli 2026, und keine Zusage. Was Ihr Anbieter verlangt, steht in dessen Preisliste.